Bazon Brock und Beuys: Performance-Festival in Wuppertal

dpa Wuppertal. Joseph Beuys und Bazon Brock haben einst zusammen Happenings veranstaltet und einen wesentlichen Beitrag für die Performance-Kunst geleistet. Legendär war eine 24-Stunden-Aktion 1965 in der Wuppertaler Galerie Parnass, an dem neben Beuys und Brock etwa auch Nam June Paik und Wolf Vostell teilnahmen. Wuppertal feiert nun mit einem Performance-Festival den Universalkünstler Beuys (1921-1986), der dieses Jahr 100 geworden wäre. „Wuppertal ist die Stadt der Performance und hier hat Beuys eine seiner ersten Aktionen durchgeführt“, sagte Bettina Paust, Leiterin des Wuppertalers Kulturbüros.

Bazon Brock und Beuys: Performance-Festival in Wuppertal

Der deutsche Philosoph und Aktionskünstler Bazon Brock sitzt in seiner Berliner Wohnung. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Das größtenteils digital geplante Festival startet am 2. Juni - am 85. Geburtstag von Bazon Brock. Der „Denker im Dienst“ und emeritierte Professor für Ästhetik und Kunstvermittlung hat verschiedene Gesprächspartner eingeladen, um sich in einer zehnstündigen Performance dem Gedankenkosmos von Beuys zu widmen.

„Ich trete aus der Kunst aus“, heißt die Veranstaltung in Anlehnung an ein Beuys-Zitat. Teilnehmer sind unter anderem der Komponist Peter Heeren, der Soziologe Heinz Bude, die Bildhauerin Silke Rehberg, die Kunstwissenschaftler Wolfgang Ullrich und Annekathrin Kohout sowie der Kurator Robert Fleck.

Bis Sonntag (6. Juni) können auf der Kulturplattform stew.one insgesamt zwölf künstlerische Beiträge verfolgt werden. Beteiligt ist unter anderem auch das Kollektiv Rimini Protokoll.

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