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NRW

Bei Fuchsjagd Treiber getroffen: Opfer will Schmerzensgeld

Prozesse

Donnerstag, 6. Februar 2020 - 03:08 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Mönchengladbach. Jäger wollen einen Fuchs erlegen: Einer trifft mit seiner Schrotflinte nicht den Fuchs, sondern einen Helfer. Das Opfer fordert Schmerzensgeld. Ein Beklagter will es aber nicht gewesen sein.

Das Landgericht in Mönchengladbach. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild

Bei einem Jagdunfall in Mönchengladbach traf ein Schrotflinten-Schuss eines Jägers nicht den Fuchs, sondern irrtümlich den Treiber. Der mutmaßliche Schütze soll auf den laufenden Fuchs gezielt, aber den heute 77-Jährigen an an den Beinen getroffen haben. Das Opfer verklagte einen 22-jährigen damaligen Jagdteilnehmer, den er für den Schützen hält, nach Gerichtsangaben auf 20 000 Euro Schmerzensgeld und eine monatliche Schmerzensgeldrente von 200 Euro. Eine Zivilkammer des Landgerichts Mönchengladbach verhandelt heute über die Klage.

Nach früheren Angaben der Polizei hatte eine Gruppe von Jägern 2016 eine Strohmiete umstellt, als der Schuss fiel. Der beklagte junge Mann behauptet nach Gerichtsangaben, nicht er habe geschossen, sondern ein anderer Jäger. Der Kläger sei für den Unfall auch zu einem großen Teil selbst schuld, weil er unter einer Plastikplane nahe der Strohmiete gestanden habe.

Die Staatsanwaltschaft hatte ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger gefährlicher Körperverletzung gegen den Beklagten eingestellt. Als Schütze komme auch ein anderer Jäger in Betracht, der etwa gleichzeitig mit dem Beklagten geschossen habe. Wer letztlich den Schuss abgegeben habe, könne nicht festgestellt werden.

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