Bei Polizeieinsatz verletzt: Urteil erwartet

dpa/lnw Köln. Ein Kölner Kaufmann wird bei einem SEK-Einsatz durch Schüsse schwer verletzt. Er verlangt vom Land NRW 440 000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz. Nun könnte das Urteil fallen.

Das Landgericht Köln entscheidet heute aller Voraussicht nach über die Klage eines durch Schüsse bei einem Polizeieinsatz schwer verletzten Mannes. Der 57 Jahre alte Kaufmann verlangt vom Land Nordrhein-Westfalen 440 000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz. Der Kläger war 2011 beim Einsatz eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) am Kölner Großmarkt durch mehrere Schüsse schwer verletzt worden.

Der 57-Jährige wurde im Sommer 2017 in einem Strafprozess wegen illegalen Waffenbesitzes und Bedrohung einer Mitarbeiterin zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt - aber nicht wegen seines Verhaltens bei der Schießerei. Im Hauptanklagevorwurf des versuchten Totschlags an einem SEK-Beamten sprach ihn das Gericht frei.