NRW

Berater: „Irgendwann wird alles wieder beim Alten sein“

Fußball

Samstag, 11. April 2020 - 12:10 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Köln. Spielerberater Volker Struth erwartet in diesem Sommer große Zurückhaltung auf dem Transfermarkt im internationalen Fußball, aber keine großen langfristigen Folgen. „Ich glaube, dass sich ein bis zwei Jahre nach der Krise alles wieder in ähnlichen Dimensionen einpendelt“, sagte Struth, der unter anderem die Ex-Weltmeister Toni Kroos und Benedikt Höwedes sowie Nationalspieler Marco Reus betreut, dem „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Der Wettbewerb unter den Vereinen bleibt bestehen. Und irgendwann wird alles wieder beim Alten sein.“

Spielerberater Volker Struth steht in einem Raum. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild

In diesem Sommer erwartet der 54-Jährige aber, dass alle Vereine „vorsichtiger haushalten, Löcher stopfen und versuchen, Rücklagen zu bilden. Deshalb ist damit zu rechnen, dass es diesen Sommer weniger Transfers geben wird und vor allem zu anderen Summen.“ Er glaube auch, „dass einige Vereine dazu gezwungen sein werden, Spieler unter Marktwert abzugeben. Ich schätze die Situation in einigen anderen Ligen im Ausland übrigens noch viel dramatischer ein.“

Nach dem Gehaltsverzicht von Spielern und Funktionären erklärte sich derweil auch Struth bereit, sein Honorar zu reduzieren. Entsprechende Anfragen der Vereine gebe es, erklärte er: „Und natürlich werden auch wir uns lösungsorientiert und solidarisch zeigen. Ich kann ja schlecht unseren Spielern raten, sich solidarisch zu zeigen - und wir selbst sind es nicht.“


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.