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NRW

Bergbaustiftung will bei Aufzugsgeschäft an Bord bleiben

Energie

Donnerstag, 4. Juni 2020 - 13:32 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Essen. Die für die Finanzierung der Folgekosten des deutschen Steinkohlenbergbaus zuständige RAG-Stiftung will bei der von Thyssenkrupp verkauften Aufzugssparte langfristig an Bord bleiben. Die Investition sei ein weiterer Schritt zur Streuung der Kapitalanlagen der Stiftung, sagte Vorstandsvorsitzender Bernd Tönjes am Donnerstag bei der Vorstellung der Jahresbilanz. Das Aufzugsgeschäft sei „kaum konjunkturanfällig“ und auch in einem Abschwung „ein sehr attraktives Investment“.

Die RAG-Stiftung ist an einem Konsortium um die Finanzinvestoren Advent und Cinven beteiligt, das für 17,2 Milliarden Euro die hoch profitable Aufzugssparte von Thyssenkrupp übernehmen will. Zur Höhe ihrer Beteiligung macht die Stiftung keine Angaben. Wenn Thyssenkrupp weitere zukunftsorientierte Unternehmensteile auf den Markt bringe, werde sich die Stiftung das genau ansehen, sagte Tönjes.

Der Finanzchef der Stiftung, Jürgen Rupp, rechnet „zeitnah“ mit dem Abschluss des Verkaufs der Aufzugssparte, dem sogenannten Closing. „Juni bis Juli sollte es eigentlich so weit sein“, sagte er. Regelmäßig gebe es Anfragen bezüglich des Verkaufs von Teilen des Unternehmens, „aber derzeit ist dies nicht der Fokus des Konsortiums“. Mit der Beteiligung am Aufzugsgeschäft will sich die Stiftung unabhängiger von der Dividende des Chemiekonzerns Evonik machen.

Im vergangenen Jahr hat die Stiftung erstmals die Kosten für die sogenannten Ewigkeitslasten des Bergbaus beglichen. Vor allem für das Abpumpen des Grubenwassers und die Ausgleichsmaßnahmen für Bergsenkungen hat sie 291 Millionen Euro aufgewendet. Das sei weniger als die knapp 492 Millionen Euro, die aus den Erträgen der Stiftung 2019 in die Rückstellungen für die Ewigkeitslasten geflossen seien. Das zeige, dass die Stiftung auch in einer wirtschaftlichen Krise stabil aufgestellt sei. Die Stiftung hat für die Finanzierung der Ewigkeitslasten bisher rund 7,9 Milliarden Euro an Rückstellungen gebildet.

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