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NRW

Bericht: Atomreaktor Tihange-1 höheres Sicherheitsrisiko

Atom

Donnerstag, 1. Februar 2018 - 06:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Der belgische Atomreaktor Tihange-1 rückt einem Medienbericht zufolge in der Diskussion um die Sicherheit der Nuklearanlage nahe der deutschen Grenze in den Blickpunkt. Es habe eine deutliche Häufung so genannter „Precursor“-Fälle im Reaktor Tihange-1 nur 70 Kilometer von Aachen entfernt gegeben, berichteten der WDR-Hörfunk und das ARD-Magazin „Monitor“. Bei einem „Precursor“ (deutsch: Vorbote) handelt es sich um einen Zwischenfall in einem Atomkraftwerk, der unter bestimmten Voraussetzungen zu schweren Schäden am Reaktorkern bis hin zur Kernschmelze führen kann.

Das Atomkraftwerk Tihange in Belgien. Foto: Oliver Berg/Archiv

Den Redaktionen liege ein entsprechendes Schreiben der belgischen Atomaufsicht (FANC) vor. Demnach gab es in den Jahren 2013 bis 2015 insgesamt acht solcher Ereignisse in Tihange-1 - das ist mehr als die Hälfte aller „Precursor“-Fälle in ganz Belgien.

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Bisher waren wegen Tausender Haarrisse in den Reaktordruckbehältern vor allem Tihange-2 und Doel-3 von deutscher Seite als Sicherheitsrisiko eingeschätzt worden. Sowohl die Bundesregierung als auch die NRW-Landesregierung haben wiederholt die Stilllegung dieser Reaktoren gefordert.


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