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NRW

Bettlägerige Mutter getötet? Prozess wegen Totschlags

Prozesse

Donnerstag, 5. Dezember 2019 - 03:28 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Bonn. Jahrelang pflegte er seine Mutter aufopferungsvoll, doch dann soll er sie mit einem gezielten Stich ins Herz getötet haben. Nun steht der 56-Jährige vor Gericht.

Der Eingang des Landgerichtes inn Bonn. Foto: Daniel Naupold/dpa/Archivbild

Ein 56-jähriger Lagerist aus Meckenheim muss sich wegen Totschlags von heute (09.00 Uhr) an in Bonn vor dem Landgericht verantworten. Der Angeklagte soll Ende Juni seine bettlägerige Mutter mit einem gezielten Stich ins Herz getötet haben.

Anschließend soll er noch drei Tage lang mit dem Leichnam der 90-Jährigen unter einem Dach gelebt haben, bis er den hausärztlichen Notdienst anrief. Auslöser für die Tat: Die Mutter soll ihren Sohn mit energischem Ton aufgefordert haben, sie auf die Toilette zu bringen.

Nach der Tat soll er versucht haben, sich selbst umzubringen. Der Angeklagte soll - so der Ankläger - die Tat im Zustand verminderter Schuldfähigkeit begangen haben.

Nach dem Tod des Vaters 1995 habe er sein Leben ganz der Mutter gewidmet, lebte mit ihr in einer Wohnung, heiratete nie und hat keine Kinder. Seit 2006 habe er die gebrechliche Frau gepflegt. Deren Zustand soll sich nach einem Oberschenkelhalsbruch verschlechtert haben. Deswegen soll die 90-Jährige selbst mehrfach geäußert haben, dass sie nicht mehr leben will.

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