NRW

Beweissicherung zu Archiveinsturz: U-Bahn kommt später

Kommunen

Dienstag, 12. Dezember 2017 - 12:02 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Köln. Die Beweissicherung an der Unglücksstelle des Kölner Archiveinsturzes zieht sich weiter hin und wird die Fertigstellung der Nord-Süd-U-Bahn erheblich verzögern. Der Abschnitt könne voraussichtlich erst im Jahr 2026 in Betrieb genommen werden, teilten die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) am Dienstag auf Anfrage mit. „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „Kölnische Rundschau“ hatten zuvor berichtet. 2009 war das größte deutsche Kommunalarchiv eingestürzt, zwei Menschen starben. Die Staatsanwaltschaft vermutet Fehler bei der Bauausführung für die dortige U-Bahn-Linie.

Bauzäune sind an der Einsturzstelle des Stadtarchivs Köln zu sehen. Foto: Federico Gambarini/Archiv

Die Beweissicherung wird laut KVB nun wohl bis 2019 dauern, 2020 könne ein eigens dafür errichtetes Besichtigungsbauwerk dann verfüllt werden. Weitere bis zu fünf Jahre seien anschließend für die Sanierungsarbeiten einzuplanen. Eine vollständige Inbetriebnahme war zunächst für 2023 angepeilt worden.


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