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NRW

Bielefeld-Geschäftsführer: Saisonende nach 30. Juni denkbar

Fußball

Dienstag, 17. März 2020 - 22:19 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Bielefeld. Arminia Bielefelds Geschäftsführer Markus Rejek hält auch ein mögliches Saisonende der Fußball-Profiligen nach dem 30. Juni inzwischen nicht mehr für ausgeschlossen. „In der jetzigen Situation sollte gar nichts undenkbar sein. Aber das ist eine Frage für die DFL. Die Option, dass wir diese Saison in keiner Weise zu Ende spielen können, ist keine Option. Denn dann gibt es wahrscheinlich viele Vereine in Deutschland nicht mehr“, sagte Rejek in einem „Westfalen-Blatt“-Interview, das die Zeitung am Dienstagabend online stellte.

Markus Rejek. Foto: picture alliance/dpa/Archivbild

Wegen der Coronavirus-Pandemie hat die Deutsche Fußball Liga den Spielbetrieb in den beiden höchsten deutschen Profiliga vorerst bis Anfang April ausgesetzt. Am 30. März wollen die Proficlubs noch einmal über das weitere Vorgehen beraten, nachdem die UEFA am Dienstag die für diesen Sommer geplante Europameisterschaft auf das kommende Jahr verlegt hatte. Dies gibt den Profiligen mehr Zeit, die Saison notfalls auch ohne Zuschauer zu Ende zu spielen und damit den wirtschaftlichen Schaden einigermaßen einzudämmen.

Normalerweise müsste die Saison bis zum 30. Juni beendet sein, da dann etliche Spielerverträge auslaufen und teilweise bereits neue Spieler vom 1. Juli an verpflichtet wurden. Die neue Bundesliga-Saison soll am 21. August beginnen, die zweite Liga bereits schon wieder am 31. Juli.

„Wir müssen so viele Spiele wie möglich absolvieren, um das wirtschaftliche Überleben der Vereine in den beiden Profiligen zu sichern. Englische Wochen könnten dazu führen, die Saison durchzubringen. Oder sogar weitere Anpassungen“, sagte der bei der Arminia für Finanzen zuständige Rejek weiter.

Beim Spitzenreiter der zweiten Liga könnte auch das Thema Gehaltseinbußen auf die Spieler zukommen. „Es gibt in dieser Situation keine Denkverbote mehr. Es geht um viel mehr als um Einzelschicksale“, sagte Sport-Geschäftsführer Samir Arabi. Rejek betonte, notfalls auch selbst Kürzungen in Kauf zu nehmen.

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