Bildhauer: Corona-Skulptur aus Stahl und Schrauben

dpa/lnw Dortmund. Das Coronavirus aus Stahl und Schrauben und mit einem Durchmesser von 25 Zentimetern: Der Dortmunder Bildhauer Sebastian Wien hat eine Corona-Skulptur geschaffen, „die eine gewisse Aggression ausstrahlt und wie eine kleine Explosion aussieht“. Er nenne sein Kunstwerk „Hier und Heute“. Denn: „Es ist das Aktuellste, was uns alle betrifft“, sagte Wien der Deutschen Presse-Agentur.

„Die Corona-Thematik beschäftigt und prägt mich sehr, uns alle. Man hört und sieht im Grunde ja gar nichts anderes mehr. Ich wollte ein Sinnbild schaffen.“ Auf eine rote, hohle Stahlkugel hat er Dutzende Schrauben geschweißt - in rund zweiwöchiger Arbeit.

Wien hatte eigentlich nur eine Skulptur geplant, wie er erzählt. Doch nach viel positiver Resonanz will der an Parkinson erkrankte Künstler nun insgesamt 99 Exemplare anfertigen. Von dem geplanten Erlös sollen 20 Prozent an ein Obdachlosenprojekt fließen. „Die Wohnungslosen sind am schwersten von der Krise betroffen.“ Corona-Kunstobjekt Nummer eins sei bereits verkauft.