NRW

Bischöfe beenden Frühjahrstreffen: Kölner Krise dominierend

Kirche

Donnerstag, 25. Februar 2021 - 02:54 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Bonn. Der Reformprozess Synodaler Weg, Differenzen mit dem Vatikan, Kirchenaustritte - das jetzt zu Ende gehende Frühjahrstreffen der Bischöfe hatte ein breites Themenspektrum. Am meisten interessiert hat jedoch etwas anderes.

Kardinal Georg Bätzing (2.v.r.), Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, spricht neben der Theologin Beate Gilles aus dem Bistum Limburg, Publizist Matthias Kopp (r) und Ulrich Pöner, Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz während einer Pressekonferenz. Foto: Sascha Steinbach/EPA Pool/dpa/Archivbild

Die Deutsche Bischofskonferenz schließt heute ihre Frühjahrsvollversammlung ab. Erstmals in ihrer Geschichte hat sie das dreitägige Treffen als Online-Konferenz abgehalten.

Themen der Beratungen waren unter anderem der Reformprozess Synodaler Weg, die Welle von Kirchenaustritten, Auseinandersetzungen mit dem Vatikan um eine Annäherung an die evangelische Kirche und die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Priester. In der Öffentlichkeit wurden diese Themen jedoch durch die Vertrauenskrise im größten Bistum Köln überlagert.

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hält ein von ihm selbst in Auftrag gegebenes Gutachten unter Verschluss, das den Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs untersucht. Woelki führt dafür rechtliche Bedenken an. Er will stattdessen am 18. März ein neues Gutachten veröffentlichen lassen.

Auch andere Bischöfe haben diese Vorgehensweise scharf kritisiert. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, sagte am Mittwoch jedoch im WDR, er habe keine Handhabe gegen Woelki: „Ich muss es tolerieren, weil ich keine Möglichkeiten habe, nach Köln reinzugrätschen.“

© dpa-infocom, dpa:210224-99-578074/2

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