Bischof zu Vorfall an Synagoge: Religion nicht missbrauchen

dpa/lnw Münster. Der Münsteraner Bischof Felix Genn hat das Anzünden einer israelischen Flagge vor der Synagoge der Stadt verurteilt. Der Vorfall und die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten erfüllten ihn „mit tiefer Sorge“, mahnte Genn: „Gewalt ist nie ein geeigneter Weg, um Konflikte zu lösen. Religion darf nicht dafür instrumentalisiert und missbraucht werden, um Gewalt rechtfertigen zu wollen.“

Bischof zu Vorfall an Synagoge: Religion nicht missbrauchen

Felix Genn, Bischof von Münster. Foto: Arne Dedert/dpa/Archiv

Genn sagte laut Mitteilung vom Mittwoch: „Beten wir gemeinsam, dafür, dass die Gewalt im Heiligen Land rasch ein Ende findet.“ In Münster hatte die Polizei am Abend 13 Tatverdächtige teils vor Ort an der Synagoge gestellt, nachdem dort eine israelische Fahne verbrannt wurde. Die Synagoge selbst wurde laut Polizei nicht beschädigt.

In Bonn wurden laut Polizei mehrere Menschen dabei beobachtet, wie sie den Eingang der dortigen Synagoge mit Steinen beschädigten und mit Feuer hantierten. Dort fanden die Einsatzkräfte eine weiß-blaue angezündete Flagge. In Düsseldorf hatte ein Unbekannter Unrat auf einer Gedenkstätte für die ehemalige große Synagoge angezündet.

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