NRW

Blumenfreunde gaben weniger Geld aus

Freizeit

Montag, 22. Januar 2018 - 14:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Essen. Hobbygärtner und Blumenfreunde haben 2017 etwas weniger für ihr Hobby ausgegeben als im Vorjahr. Die Pro-Kopf-Ausgaben der Verbraucher für Zierpflanzen und Schnittblumen sanken bundesweit um 1,50 Euro auf durchschnittlich 104 Euro, berichtete der Zentralverband Gartenbau (ZVG) am Montag in Essen zum bevorstehenden Start der Pflanzenmesse IPM (23. bis 26.1.).

Nordrhein-Westfalen ist nach Angaben des Verbands das wichtigste Bundesland für den deutschen Gartenbau. Etwa jeder vierte der bundesweit knapp 2000 Gewächshaus-Betriebe produziert in NRW, bei den Freiland-Produzenten hat mehr als jeder Dritte seinen Sitz in dem Bundesland. Schwerpunkt ist die Region am Niederrhein.

Hintergrund des Ausgabenrückgangs sei vor allem das kalte und verregnete Frühjahr gewesen. Einen Absatzeinbruch habe es vor allem bei Beet- und Balkonpflanzen gegeben, da viele Verbraucher wegen der tiefen Frostperioden bis in den April hinein und wegen des langanhaltenden Dauerregens auf eine Bepflanzung verzichtet hätten.

Bei der nur für Fachbesucher geöffneten Messe präsentieren 1564 Aussteller in diesem Jahr Neuheiten und Trends der Branche. Gezeigt wird etwa eine Kreuzung aus Rosenkohl und Grünkohl unter dem Namen Flower Sprout. Im Angebot sind auch neue Süßkartoffelsorten oder ein Kartoffelturm zum eigenen Anbau der Knollen auf dem Balkon sowie Basilikum mit Vanille-Aroma.

Bundesweit rechne die Branche für das laufende Jahr wieder mit einem deutlichen Plus, berichtete ZVG-Präsident Jürgen Mertz. 2017 sei der Branchenumsatz dagegen um 1,1 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro im Jahr 2017 zurückgegangen.


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