NRW

Böller-Verbote in NRW nicht aus Klimaschutzgründen

Feste

Mittwoch, 27. November 2019 - 05:28 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Gut vier Wochen vor dem Jahreswechsel planen einige Städte in Nordrhein-Westfalen Böller-Verbotszonen - dabei steht aber nicht der Klimaschutz, sondern der Schutz der Innenstadtbewohner und der Altstädte im Vordergrund. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in Köln, Düsseldorf, Aachen, Dortmund und Münster.

Feuerwerk an Silvester über der Stadt. Foto: Kurt Meyer/dpa

Zuvor hatte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) gefordert, dass am Jahreswechsel in bundesweit 98 mit Feinstaub besonders belasteten Städten - davon 26 in NRW - nicht mehr geknallt werden dürfe. Die DUH spricht von einer „archaischen Böllerei“ und wirbt für Licht- und Lasershows als Alternative.

In Dortmund seien beispielsweise zwei Verbotszonen geplant, doch „ausschließlich“ aus Gründen der Abwehr von Gefahren, sagte ein Sprecher. In Aachen plant die Stadt ebenfalls eine böllerfreie Zone. Dabei gehe es der Stadt vor allem um den Schutz der denkmalgeschützten Altstadt, hieß es. Köln und Düsseldorf planen die Verbotszonen ebenfalls als Schutz für Feiernde und städtische Wahrzeichen. Die Stadt Münster lehnt ein Böller-Verbot komplett ab. Sie wolle „das jahrhundertealte Brauchtum weiter gestatten“, teilte die Domstadt mit.

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