Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
NRW

Böllerwurf: Ermittlungen auch wegen Sprengstoffexplosion

Fußball

Mittwoch, 18. September 2019 - 12:16 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Köln. Nach dem Böllerwurf mit zwölf Verletzten während des Bundesliga-Derbys zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach wird gegen den Verdächtigen auch wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion ermittelt. „Wir prüfen, ob es sich um einen illegalen Böller gehandelt hat“, sagte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Der Verdächtige habe sich eine Anwältin genommen und zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert. Gegen ihn wird zudem wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/Archiv

Der 1. FC Köln hatte am Dienstag angekündigt, ein Stadionverbot gegen den 35-Jährigen zu verhängen. Außerdem werde man ihn für Kosten wie eine etwaige Verbandsstrafe des DFB in Regress nehmen. „Der Böllerwurf war ein krimineller Akt, für den es keinerlei Toleranz gibt und der hoffentlich auch strafrechtlich konsequent geahndet wird“, sagte Vereinsgeschäftsführer Alexander Wehrle.

Bei der Detonation kurz vor Spielende waren zwölf Menschen im Kölner Stadion mit Verdacht auf Knalltraumata in ein Krankenhaus gebracht worden. Es spreche Einiges dafür, dass es sich nicht um einen legalen Böller gehandelt habe, allerdings sei fraglich, ob dies nach der Detonation noch nachweisbar sei, sagte der Staatsanwalt.

Der 35-Jährige soll durch Videoaufnahmen und Ordner identifiziert worden sein. Er war noch im Zuschauerblock festgenommen worden. Nach Vereinsangaben handele es sich bei ihm weder um ein Mitglied des Vereins, noch um einen Dauerkarteninhaber. Kritik am Ordnungsdienst wies der Verein als „zynisch und unangebracht“ zurück. Mindestens acht Geschädigte des Böllerwurfs seien Ordner.

Ihr Kommentar zum Thema

Böllerwurf: Ermittlungen auch wegen Sprengstoffexplosion

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha