NRW

Borkenkäfer-Schäden in NRW: Pilze sprießen nicht überall

Forstwirtschaft

Freitag, 25. Oktober 2019 - 08:07 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Münster. Jetzt endlich sprießen die Pilze in NRW. Die Sammler haben „ihre Stellen“. Aber in diesem Jahr wird so mancher enttäuscht. Die Ursache liegt in den großen Schäden durch Dürre und Borkenkäfer.

Gefällte Stämme von Borkenkäfern befallener Fichten liegen an einem Hang. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Trotz der aktuell guten Pilzsaison in NRW: Die dramatische Lage in den Wäldern durch Trockenheit und Borkenkäfer wirkt sich nach Angaben des Landesbetriebs Wald und Holz NRW auf die Pilze aus. Da wegen der Borkenkäfer-Plage massenweise befallene Fichten gefällt wurden, gebe es an vielen bei Sammlern bekannten Stellen keine Pilze mehr. „In den Ecken, wo früher mal Pilze gestanden haben, stehen jetzt keine mehr, weil der Wald nicht mehr da ist“, sagte Jan Preller vom Landesbetrieb.

Viele bekannte Speisepilze wie Steinpilz oder Pfifferling brauchten die Fichte als Partner. Die Bäume lieferten den Pilzen Zucker und die Pilze den Bäumen mit ihren unterirdischen Geflechten Nährsalze und Wasser. Da der Höhepunkt der Borkenkäfer-Plage längst nicht erreicht sei, würden in den nächsten zwei bis drei Jahren weitere Fichten-Wälder und damit auch Pilzgebiete für den Sammler verschwinden, sagte Preller.


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