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Bosbach möchte nicht mehr nach Merkel gefragt werden

Parteien

Sonntag, 30. September 2018 - 09:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Wolfgang Bosbach ist es leid, ständig als Kritiker von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hingestellt zu werden. „Es steht mir bis hier, nach Frau Merkel gefragt zu werden“, sagte der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete der „Welt am Sonntag“. Der öffentliche Diskurs drehe sich oft nur noch um die Frage: „Ist der jetzt für Frau Merkel oder gegen Frau Merkel?“ Dass es Leute gebe, denen es nur um die Sache gehe, wolle keiner hören.

Wolfgang Bosbach. Foto: Oliver Berg

Bosbach war im Herbst 2017 nach 23 Jahren freiwillig aus dem Bundestag ausgeschieden. Ein Grund dafür war seine Krebserkrankung, er hatte aber auch in vielen inhaltlichen Fragen wie der Eurorettungs- und der Flüchtlingspolitik andere Ansichten als Merkel. Heute fühle er sich befreit, sagte der 66-Jährige. Und auch gesundheitlich gehe es ihm besser als vor einem Jahr. Im Winter seien seine Tumorwerte schlechter geworden, inzwischen könne er aufatmen: Er habe zweimal in Folge die besten Untersuchungswerte seit zwei Jahren gehabt.


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