NRW

Boutiquenbesitzer getötet: Gericht will Urteil sprechen

Prozesse

Mittwoch, 28. Februar 2018 - 01:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Köln. Das Landgericht Köln urteilt heute zum zweiten Mal über einen Mann, der einen Boutiquenbesitzer getötet haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 66-Jährigen Mord vor. Das erste Urteil hatte der Bundesgerichtshof wegen Verfahrensfehlern aufgehoben.

Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck/Archiv

Im Prozess um einen tödlichen Überfall auf einen Boutiquenbesitzer will das Landgericht Köln heute ein Urteil sprechen. Dem 66 Jahre alten Angeklagten wird Mord vorgeworfen. Mit einer Mittäterin soll er den 60 Jahre alten Kölner 2012 in dessen Wohnung überfallen und getötet haben. Die Staatsanwaltschaft hat eine lebenslange Gefängnisstrafe für den Deutschen sowie die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld beantragt. Die Verteidigung hat auf Freispruch plädiert.

Das Kölner Landgericht hatte den Angeklagten in der Sache 2014 bereits verurteilt, damals nicht wegen Mordes, sondern wegen Raubes und gefährlicher Körperverletzung. Der Angeklagte wurde zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Wegen Fehlern in der Beweiswürdigung hob der Bundesgerichtshof das Urteil aber auf und verwies den Fall zurück ans Landgericht.

In der Neuauflage des Prozesses saß bis Januar auch eine 65-Jährige mit auf der Anklagebank. Wegen Verhandlungsunfähigkeit trennte das Gericht ihr Verfahren aber ab. Sie war ursprünglich wegen Beihilfe zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.


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