NRW

Braunkohlegegner im Hungerstreik: Protest gegen Gewahrsam

Energie

Mittwoch, 2. September 2020 - 17:42 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Erkelenz/Aachen. Acht Braunkohlegegner, die am Sonntag im rheinischen Tagebau Garzweiler einen Kohlebagger besetzt hatten, setzen ihren Hungerstreik in Gewahrsamszellen der Polizei in Nordrhein-Westfalen fort. Sie hatten am Montag mit dem Hungerstreik begonnen, nachdem eine Richterin sie auf der Grundlage des reformierten NRW-Polizeigesetzes bis längstens diesen Freitag in Gewahrsam geschickt hatte. Einige der Frauen und Männer verweigerten auch das Trinken, sagte ein Aachener Polizeisprecher am Mittwoch. Ihr Gesundheitszustand werde sorgfältig beobachtet, sagte der Sprecher. Zwei weitere Aktivisten seien ebenfalls in Gewahrsam, essen und trinken aber normal.

Bei Keyenberg geht der Demonstrationszug vor einem Schaufelbagger vorbei. Foto: David Young/dpa/Archivbild

Nach Polizeiangaben hatten am Sonntag insgesamt zwölf Frauen und Männer den Kohlebagger besetzt und waren dann zur Identitätsfeststellung in Gewahrsam gekommen. Sie hätten keine Ausweispapiere dabei gehabt und die Identität nicht genannt. Außerdem waren ihre Fingerkuppen verklebt, um die Abnahme von Fingerabdrücken zu verhindern. Laut Polizei haben inzwischen zwei Männer ihre Namen genannt und wurden entlassen.

Das Ende 2018 reformierte NRW-Polizeigesetz erlaubt auf richterliche Anordnung bis zu sieben Tage Polizeigewahrsam zur Identitätsfeststellung.

Ihr Kommentar zum Thema

Braunkohlegegner im Hungerstreik: Protest gegen Gewahrsam

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha