NRW

Brutaler Überfall: Bis zu elf Jahre Haft beantragt

Brände

Donnerstag, 22. November 2018 - 15:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Wuppertal. Für den ungewöhnlich brutalen Raubüberfall auf einen Rentner in Haan bei Düsseldorf hat die Staatsanwaltschaft bis zu elf Jahre Haft für den Hauptbeschuldigten gefordert. Für alle vier Angeklagten beantragte sie am Donnerstag am Wuppertaler Landgericht Gefängnisstrafen. Die weiteren Mittäter sollen für acht, vier sowie zwei Jahre und neun Monate hinter Gitter. Drei von ihnen hatten Geständnisse abgelegt. Das Urteil sollte am Nachmittag verkündet werden.

Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zum Landgericht in Bonn angebracht. Foto: Oliver Berg/Archiv

Der damals 82-Jährige Rentner war Ende Mai 2017 in seinem Haus überfallen, gefesselt sowie stundenlang geschlagen und getreten worden. Die Täter zogen ihn schließlich halbnackt auf die Terrasse seines Hauses, übergossen ihn mit Benzin und zündeten das Gebäude an. Sie hätten gedroht, ihn umzubringen, hatte das Opfer ausgesagt. Einer der Angeklagten ist ein damaliger Mitarbeiter der Stadt Haan, der das Haus des Opfers durch seine Arbeit kannte.

Vor wenigen Tagen war ein fünfter Verdächtiger festgenommen worden. In der Wohnung des 23-Jährigen wurden diverse Waffen und verbotene Gegenstände sichergestellt. Während des Gerichtsprozesses hatten sich Hinweise auf ihn ergeben. Er soll an dem spektakulären Überfall maßgeblich beteiligt gewesen sein.


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