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NRW

Büffeln und Ackern in den eigenen vier Wänden

Gesundheit

Montag, 16. März 2020 - 06:39 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Düsseldorf. Menschenansammlungen gilt es unbedingt zu vermeiden. Deshalb haben in der Corona-Krise jetzt Schulen und Kitas geschlossen. Ein Teil der Angestellten arbeitet in Absprache mit dem Arbeitgeber von zuhause. Auf den Straßen werden deutlich weniger Menschen unterwegs sein.

Ein einzelnes Auto ist auf der A40/B1 bei Dortmund unterwegs. Foto: Bernd Thissen/dpa

Rückzug in die eigenen vier Wände: Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen bleiben wegen der Schutzmaßnahmen gegen das um sich greifende Coronavirus zuhause. Nach einem Erlass der Landesregierung sind die Schulen und Kitas ab diesem Montag geschlossen. Außerdem haben viele Unternehmen vorsorglich Angestellte ins Homeoffice geschickt, sofern ein Weiterarbeiten über das Internet möglich ist. Mit diesen drastischen Schritten soll das schnelle Ausbreiten des neuartigen Virus abgebremst und damit auch ein Überlasten der Krankenhäuser mit Patienten verhindert werden.

Die Zahl der nachweislich Infizierten in NRW ist nach Daten von Sonntag auf über 2000 gestiegen, die Zahl der Todesfälle auf sechs.

Für die 2,5 Millionen Schüler bedeuten die Schulschließungen aber nicht, dass sie jetzt schon Osterferien haben. Sie sollen Bücher und Arbeitshefte mit nach Hause nehmen, um in der nächsten Zeit auf Distanz lernen zu können. Das Schulministerium will die Möglichkeiten für digitales Lernen angesichts der geschlossenen Schulen ausbauen. Eltern dürfen nur in Ausnahmefällen ihre Kinder noch in die Kita bringen.

Die Kita- und Schul-Türen sollen für dringend benötigte Mitarbeiter in bestimmten Bereichen unter bestimmten Umständen offenbleiben, damit nicht gerade dort neue Personallücken entstehen. Unter anderem gilt das für Beschäftigte in den Sektoren Energie, Wasser, Gesundheit, Transport, Verkehr und Staatliche Verwaltung.

Die NRW-Landesregierung hat am Sonntag weitere Einschränkungen beschlossen. Nahezu alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land sollen in den kommenden Tagen zur Eindämmung eingestellt werden. Bibliotheken, Restaurants, Gaststätten und Hotels sollen in ihrem Betrieb an strenge Auflagen gebunden werden, die das Verbreiten des Virus verhindern. Banken, Geschäfte - insbesondere die für Lebensmittel sowie für Futtermittel - Apotheken sowie Drogerien bleiben den Angaben zufolge weiterhin geöffnet.

Auch viele Verkehrsbetriebe führen Änderungen ein: Um Busfahrer vor Infektionen zu schützen, hält zum Beispiel der Dortmunder Verkehrsbetrieb die Vordertüren von Linienbussen geschlossen. Flatterbänder sorgen im Innenraum für einen Mindestabstand zum Fahrersitz. Auch ein Ticketkauf beim Fahrer ist bis auf weiteres nicht mehr möglich. Fahrscheinpflicht besteht dennoch. Außerdem soll an jeder Haltestelle gründlich gelüftet werden. Auch in Essener Bussen ist der Vordereinstieg gesperrt. Die Türen öffnen nun automatisch, um Berührungspunkte zu vermeiden. In Bonn und Köln ist der Vordereinstieg in Bussen ab diesem Montag gesperrt.

Die Kölner Verkehrs-Betriebe fahren ab diesem Mittwoch nach einem angepassten Samstagsfahrplan, da die Schulen und Kindertagesstätten geschlossen sind. In Detmold im Kreis Lippe entfallen ab Dienstag einige Verstärkerlinien im Busverkehr aufgrund der Schulschließungen.

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