NRW

Bund und Bürgermeister beraten über Gratis-Nahverkehr

Auto

Montag, 26. Februar 2018 - 00:41 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lsw Bonn. Im Kampf gegen schmutzige Stadtluft berät die Bundesregierung heute mit den Bürgermeistern von fünf Städten, die „Modellstädte zur Luftreinhaltung“ werden sollen. Bei dem Treffen in der Bonner Zweigstelle des Bundesumweltministeriums geht es auch um die Überlegung, die Nutzung von Bussen und Bahnen kostenlos zu machen. Als Modellstädte hatte die Bundesregierung in einem Brief an die EU Bonn und Essen in Nordrhein-Westfalen sowie Mannheim, Reutlingen und Herrenberg in Baden-Württemberg genannt. Die Bürgermeister fordern vor allem Aufklärung darüber, wer für einen vergünstigten oder kostenlosen Nahverkehr aufkommen soll.

Zwei Straßenbahnen fahren in der Mannheimer Innenstadt über die Gleise. Foto: Uwe Anspach/Archiv

Hintergrund der Überlegungen ist die hohe Belastung der Luft in vielen Städten mit gesundheitsschädlichem Stickoxid, das vor allem aus Dieselabgasen stammt. Die EU macht deshalb Druck auf Deutschland.

Thema in Bonn dürften auch neue Pläne des Bundesverkehrsministeriums sein, die am Wochenende bekannt wurden. Demnach ist die Regierung bereit, teilweise Fachbeschränkungen für Dieselautos in besonders belasteten Straßen zu ermöglichen. Dies soll über eine Novelle der Straßenverkehrsordnung geschehen. Umweltschützer und die Grünen aber verlangen weiterhin eine bundesweite „blaue Plakette“, mit der generell nur saubere Diesel in bestimmte Stadtgebiete fahren könnten.


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