NRW

CDU-Fraktionschef Löttgen für besseres Impfmanagement

Landtag

Donnerstag, 4. Februar 2021 - 08:23 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. CDU-Landtagsfraktionschef Bodo Löttgen hat nach dem holprigen Start der Impfterminvergabe ein besseres Management bei den nächsten Altersgruppen gefordert. „Die nächste Personengruppe, die über 70-Jährigen, ist ja mit 1,7 Millionen Menschen noch deutlich größer“, sagte Löttgen der „Rheinischen Post“ (Donnerstag). Löttgen schlug vor, die Impfgruppen künftig kleiner zu fassen. Bisher gebe es eine Hotline für Westfalen-Lippe und eine für Nordrhein. „Es waren aber immer noch zu viele Anrufer“, sagte Löttgen. „Wir haben unterschätzt, dass die Sorgen und Nöte der Altersgruppe so groß sind, dass sie trotz eines garantierten Impftermins immer wieder zum Telefon gegriffen haben.“ Künftig sollten zusätzliche Callcenter-Mitarbeiter eingesetzt und Ehepartnern online mit nur einer E-Mail-Adresse und per Telefon gemeinsame Termine angeboten werden.

Bodo Löttgen, CDU-Landtagsfraktionschef in Nordrhein-Westfalen, spricht. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Löttgen ging davon aus, dass Geimpfte automatisch mehr Freiheiten bekämen. „Nicht staatlich verordnet, sondern als Reaktion der Gesellschaft. Es geht ja um unsolidarisches Verhalten der Impfverweigerer“, sagte Löttgen. Ein Sportverein, der Kontaktsport anbiete, werde sich „sehr wohl überlegen, ob er entsprechende Vorgaben macht“. Gleiches gelte für Fluggesellschaften und Arbeitgeber mit Großraumbüros.

Löttgen warnte vor zu schnellen Schritten bei Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Aber sobald es verantwortbar sei, müssten als erstes die Schulen wieder geöffnet werden. Denkbar sei auch die Öffnung von Friseursalons nach dem österreichischen Modell, also nur in Verbindung mit Schnelltests. Im Handel könnten zudem Geschäftsräume mit fester Terminvergabe für eine sehr begrenzte Zahl von Personen geöffnet werden.

© dpa-infocom, dpa:210204-99-296368/2


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