NRW

„Car-Freitag“ trotz Corona: Polizei kündigt Kontrollen an

Verkehr

Donnerstag, 9. April 2020 - 15:49 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Dortmund. Die Polizei rechnet am Karfreitag trotz der Corona-Verbote mit Aktionen der Raser-, Poser- und Autotuning-Szene, die den stillen Feiertag auch gerne als „Car-Freitag“ bezeichnet. Die Polizei Dortmund etwa riet den Fahrern aufgemotzter Autos, „besser zu Hause zu bleiben“ und kündigte Kontrollen an. Auch Zufahrtsstraßen in Richtung Dortmund würden beobachtet. Verstöße würden mit aller Konsequenz geahndet. Ob illegale Fahrwerks-Veränderungen, Tempo-Verstöße oder Verstöße gegen das Ansammlungsverbot: „Ein Ausflug nach Dortmund kann teuer werden“, hieß es.

Ein Polizist steht vor einem Streifenwagen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

Die Duisburger Polizei hat vor allem illegale Autorennen auf bestimmten Straßen im Blick. Die Behörde kündigte Tempomessungen an. „Außerdem werden verdächtige Fahrzeuge von eigenen Kfz-Mechanikern der Polizei auf verbotene technische Veränderungen überprüft.“ Bei Verstößen drohten Anzeigen, Bußgelder und Fahrverbote. Einen Schwerpunkteinsatz zum Thema „Poser, Tuner und Raser“ plant auch die Gelsenkirchener Polizei.

In Duisburg war die Polizei schon in der Nacht auf Donnerstag gegen von ihr so bezeichnete „Möchtegern-Rennfahrer“ eingeschritten. An zwei Kontrollstellen nahmen die Beamten zahlreiche Fahrzeuge unter die Lupe, erteilten Platzverweise, erhoben Verwarnungsgelder und händigten Mängelkarten aus. In einem Fall gab es auch eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz: In einem Wagen saßen drei Männer anstatt der erlaubten zwei.


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