Christen feierten Gottesdienst unter Autobahnbrücke

dpa/lnw Recklinghausen. An einem ziemlich ungewöhnlichen Ort haben mehr als Hundert Christen des St. Katharina-Gemeindeverbundes in Recklinghausen am Donnerstag ihren Fronleichnamsgottesdienst begangen: Sie trafen sich unter einer Autobahnbrücke in Innenstadtnähe. Der Ort sei ungewöhnlich, aber passe gut zu diesem Jahr mit vielen ausgefallenen oder verlegten kirchlichen Festen, sagte Pfarrer David Formella.

Die traditionellen Fronleichnamsprozessionen mit anschließender Begegnungsmöglichkeit seien in den Jahren vor Corona immer gut besucht worden. Eine Prozession sei nun wegen der Pandemie noch nicht möglich. Dafür biete der Platz unter der Brücke den großen Vorteil, dass die Gemeinde draußen beim Gottesdienst erstmals seit langer Zeit singen dürfe - allerdings mit Maske. Das ist normalerweise in der Kirche wegen der Aerosole nicht möglich.

„Wir sind erwartungsvoll, dass wir im Gottesdienst Gemeinschaft erfahren“, sagte der Pfarrer vorab. Drei Schützenvereine, die Freiwillige Feuerwehr, die Oberschlesischen Bergleute sowie Pfadfinder und Ministranten seien wie in jedem Jahr mit einer Delegation eingeladen worden. Musikalisch unterstützte eine Gruppe von Blechbläsern den Gottesdienst.

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