NRW

Cineplex-Chef: Schließung von Kinos wäre Bauernopfer

Kultur

Mittwoch, 28. Oktober 2020 - 14:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Wuppertal. Eine Schließung von Kinos im Zuge verschärfter Corona-Maßnahmen wäre aus Sicht der Cineplex-Gruppe unverhältnismäßig. „Wir sehen uns als Bauernopfer“, sagte Cineplex- Geschäftsführer Kim Ludolf Koch am Mittwoch in Wuppertal auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe bislang weltweit keinen belegbaren Ansteckungsfall in einem Kino. „Wir werden für etwas zur Mitverantwortung gezogen, für das wir nichts können.“

Ein leerer Kinosaal ist zu sehen. Foto: Christoph Soeder/dpa/Archivbild

Abgesehen von den Verlusten im Falle einer gut einmonatigen Schließung werde es nach einer Wiedereröffnung dann noch mehrere Wochen dauern, ehe geplante neue Filme an den Start gingen, sagte Koch. Somit werde die Durststrecke für Kinos besonders lang. Die Branche sei dann auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Koch appellierte an Bund und Länder, sich im Falle einer Kino-Schließung auf einen einheitlichen Zeitplan mit einem verlässlichen Wiedereröffnungsdatum zu einigen. Zur Cineplex-Gruppe gehören rund 90 Kinos in fast 70 Städten.

Am Mittwoch wollten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten schärfere Corona-Maßnahmen beraten. Ein Entwurf für die Beschlussvorlage sieht vor, dass zum Beispiel Gastronomie, Theater und Kinos im November schließen müssten.

Ihr Kommentar zum Thema

Cineplex-Chef: Schließung von Kinos wäre Bauernopfer

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha