Coach Kramer „zu Tausend Prozent“ von Akzeptanz überzeugt

dpa Bielefeld. Der neue Trainer Frank Kramer lässt sich durch den kühlen und teilweise ablehnenden Empfang von vielen Fans nach der Beurlaubung des beliebten Aufstiegs-Trainers Uwe Neuhaus nicht irritieren. „Ich nehme das zur Kenntnis und respektiere die Reaktionen“, sagte der 48-Jährige bei seiner Vorstellung als Coach des Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld am Dienstag: „Ich werde versuchen, es durch harte Arbeit in die richtigen Bahnen zu lenken. Und ich bin zu Tausend Prozent sicher, dass wir uns die Akzeptanz erarbeiten werden.“

Coach Kramer „zu Tausend Prozent“ von Akzeptanz überzeugt

Der neue Trainer von Arminia Bielefeld, Frank Kramer, steht auf dem Trainingsplatz. Foto: Friso Gentsch/dpa

Die Geschäftsführer Samir Arabi und Markus Rejek zeigten derweil „volles Verständnis“ für die Reaktionen der Fans. „Aber wir treffen unsere Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen im Sinne des Clubs. Und nicht nach irgendwelchen Meinungen in Foren oder im Netz“, sagte Arabi. Rejek betonte, man habe die Entscheidung gegen Neuhaus einstimmig getroffen. „Wir wissen, dass es ein mutiger Schritt ist“, sagte Rejek: „Aber wenn wir nicht mehr den Mut hätten, wichtige Entscheidungen für den Verein zu treffen, würden wir unsere Aufgaben nicht mehr wahrnehmen und wären nicht mehr die richtigen Leute.“

Kramer verriet derweil, dass er bereits im Dezember mit Arabi ausgelotet habe, „ob es für beide Seiten vorstellbar ist“. Er habe seitdem die Spiele aufmerksam verfolgt und sich Notizen gemacht, aber keinen Einfluss auf Winter-Zugänge gehabt. Arabi bestätigte, dass Kramers Übernahme zum 1. Juli schon vorher sicher war, glaubt aber nicht, dass sein neuer Coach durch einen möglichen Abstieg beschädigt werden könne. „Wenn wir davor Angst hätten, hätten wir es beim 1.7. belassen müssen und hätten jetzt einen Feuerwehrmann geholt.“

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