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NRW

Corona: Kamp-Lintfort hofft auf Start der Landesgartenschau

Kommunen

Donnerstag, 16. April 2020 - 11:10 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Kamp-Lintfort. Tausende Dauerkarten sind verkauft, die Landesgartenschau steht in den Startlöchern, selbst die Blütenpracht zeigt sich pünktlich - aber wenige Tage vor dem geplanten Start weiß noch niemand, ob die Schau in Kamp-Lintfort am kommenden Montag tatsächlich öffnen kann. Die Entscheidung der Düsseldorfer Landesregierung werde nach den Gesprächen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise erwartet - entweder am Mittwoch oder am Donnerstag, wie eine Sprecherin der Landesgartenschau am Mittwoch mitteilte.

Tulpen blühen am Fuß des Förderturms von Bergwerk West. Foto: Roland Weihrauch/dpa

„Wir glauben schon, dass es möglich ist, den Park mit dem notwendigen Abstandsregeln zu begehen“, sagte Andreas Iland von der Geschäftsführung. Deshalb sei die mögliche Öffnung am Montag (20.4.) vorbereitet. Außerdem werde über spezielle Maßnahmen an einigen Stellen nachgedacht - etwa wenn Besucher die Aussichtsplattform auf dem Förderturm der früheren Steinkohlezeche Friedrich-Heinrich besuchen wollten. Besuch und Aussicht von dem rund 70 Meter hohen Turm gelten als eine der Attraktionen der Landesgartenschau.

„Wir sind jetzt in der Warteposition wie viele andere auch“, sagte Iland. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will nach Gesprächen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sagen, wie es weitergeht in der Corona-Krise.

Die Erwartung von 560 000 Gartenschau-Besuchern bis zum 11. Oktober sei bisher nicht korrigiert worden, sagte Prokurist Iland. Rund 10 000 Dauerkarten seien bisher verkauft. Wegen der Corona-Krise würden die Menschen vielleicht lieber etwas zuhause unternehmen, als in die Ferne reisen, hoffte er, aber: „Natürlich sind es erschwerte Bedingungen.“

Als das Bergwerk West 2012 die Förderung einstellte, arbeiteten dort noch 2500 Menschen. Kamp-Lintfort will mit der Landesgartenschau auf 25 von 40 Hektar einen Impuls für das neue Quartier mit Wohnungen, Dienstleistern, kleinen Gewerbebetrieben und einem Park geben. Die Weichenstellung für die Umnutzung ist ungewöhnlich schnell über die Bühne gegangen.

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