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NRW

Corona-Verstöße: Köln sieht von weiteren Platzsperren ab

Gesundheit

Freitag, 3. Juli 2020 - 16:02 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Köln. Trotz etlicher Verstöße gegen die Corona-Regeln sieht Köln vorerst von weiteren Sperren für beliebte Plätze in der Stadt ab. Dennoch behalte man die Hotspots natürlich im Blick und werde im Zweifel auch noch anders entscheiden, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) nach einer Sitzung des Krisenstabes am Freitag. Sie appellierte an die Bürger, die Abstandsregeln „bitte, bitte“ einzuhalten. „Es verhalten sich immer mehr Menschen so, als wäre die Pandemie schon beendet“, sagte Reker. „Und das ist gefährlich.“

Menschen gehen durch die Einkaufsmeile Hohe Straße in der Kölner Innenstadt. Foto: Henning Kaiser/dpa/Archivbild

In Köln hatte es unter anderem am Wochenende bei gutem Wetter größere Menschenansammlungen gegeben. Aktuell gilt ein sogenanntes Verweilverbot für den Brüsseler Platz im angesagten Belgischen Viertel. Der Grund: Wiederholt hatten sich so viele Menschen gesammelt, dass es kaum möglich war, die Abstandsregeln einzuhalten.

Weitere Platzsperren seien grundsätzlich möglich. „Wir haben Pläne in der Schublade, um auch den Stadtgarten abzusperren“, sagte der Leiter des Kölner Ordnungsamtes, Wolfgang Büscher. Ähnliches gelte für andere Orte. Zudem richte sich die Behörde darauf ein, notfalls die bei der CSD-Community beliebte Schaafenstraße „im Zweifel“ räumen zu müssen. Am Wochenende hätte eigentlich die Parade zum Christopher Street Day (CSD) stattfinden sollen, sie wurde aber verschoben.

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