NRW

DBK-Chef hofft auf Versöhnung zwischen Woelki und Bistum

Kirche

Donnerstag, 10. März 2022 - 14:54 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Bad Staffelstein. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Georg Bätzing, hofft auf eine Versöhnung zwischen dem Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki und dessen Bistum. „Ich wünsche mir, dass ein Weg der Versöhnung im Erzbistum Köln gelingt und hoffe, dass dieser sich positiv auf die Kirche in Deutschland auswirkt“, sagte der Bischof von Limburg am Donnerstag zum Abschluss der DBK-Frühjahrsvollversammlung im fränkischen Wallfahrtsort Vierzehnheiligen bei Bad Staffelstein. „Auch für Kardinal Woelki und das Erzbistum Köln gelten: Jeder hat eine neue Chance verdient.“ Bätzing räumte ein: „Es wird nicht einfach sein, Brücken der Versöhnung zu schlagen.“

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing. Foto: Nicolas Armer/dpa

Zu Beginn der DBK-Versammlung hatte Bätzing Papst Franziskus noch zur Eile in Bezug auf eine Entscheidung zu Woelkis Zukunft aufgerufen. „Papst Franziskus und vor allem auch der Präfekt der Bischofskongregation in Rom, Kardinal Ouellet, tragen jetzt Verantwortung für diese Situation, die in der Erzdiözese da ist. Und ich glaube, lange zusehen wird man nicht können“, sagte Bätzing am Montag. „Sonst muss der Papst handeln.“

Woelki war nach einer Auszeit von fünf Monaten in der Vorwoche ins Erzbistum Köln zurückgekehrt, hatte aber zugleich dem Papst seinen Rücktritt angeboten. Er gilt als höchst umstritten im wichtigen Erzbistum Köln, das Verhältnis zwischen den Gremien und dem Kardinal als zerrüttet. Bei seiner Rückkehr bat er die Gläubigen um eine zweite Chance. Es hänge nun auch an seiner inneren Haltung, betonte Bätzing. Woelkis Angebot zum Rücktritt liege in Rom vor: „Dort wird man eine Entscheidung treffen müssen.“

© dpa-infocom, dpa:220310-99-464598/3

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