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DFB-Projektleiter Drees: „Strafstoß, den man geben kann“

Fußball

Sonntag, 17. Januar 2021 - 12:42 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Stuttgart. Projektleiter Jochen Drees hat die strittige Elfmeter-Entscheidung im Bundesliga-Spiel zwischen dem VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach verteidigt, aber Kommunikationsdefizite innerhalb des Schiedsrichter-Teams eingeräumt. „Es ist ein Strafstoß, den man geben kann. Die Entscheidung ist möglich, wenn ich das Klammern sehe“, sagte der Verantwortliche für den Videobeweis beim Deutschen Fußball-Bund am Sonntag bei Sky und sprach von einem „strafbaren Prozess“ und dem Klammern als „priorisierendem Aspekt“.

Jochen Drees, Projektleiter Video Assist. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild

In der Nachspielzeit der Partie am Samstagabend wurde VfB-Stürmer Sasa Kalajdzic an der Torauslinie im Gerangel um den Ball von Gladbachs Linksverteidiger Rami Bensebaini umklammert, aber auch am Fuß vom eigenen Mitspieler Waldemar Anton getroffen. Diesen Kontakt habe er nicht gesehen, er sei „wohl mitentscheidend“ gewesen, sagte Schiedsrichter Felix Brych. Er sei darauf auch nicht aus Köln von der Video-Assistentin Bibiana Steinhaus hingewiesen worden. Die Gladbacher hatten die Entscheidung nach dem 2:2 heftig kritisiert.

Drees betonte, dass auch der Videobeweis nicht jede Entscheidung „schwarz oder weiß“ darstellen könne. Die Ex-Schiedsrichterin Steinhaus habe den „Aspekt des Fußvergehens für sich eingeschätzt und als nicht relevant angesehen“, erläuterte Drees.

Der ehemalige FIFA-Referee räumte ein, dass es besser gewesen wäre, die gesamte Szene inklusive der Fußberührung noch einmal anzuschauen und sprach von einem möglichen „Kommunikations- und Darstellungsmissverständnis“ zwischen den Beteiligten. „Man hätte „die Szene in ihrer Gesamtheit noch deutlicher darstellen müssen“, sagte Drees und kündigte an, die strittige Situation zu analysieren und auszuwerten und den „Ablauf des Reviews zu verbessern“.

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