DFB gedenkt deportierter Fußball-Spieler

dpa/lnw Dortmund. Der Holocaust der Nazi-Diktatur traf Millionen Menschen mit völlig unterschiedlichen Biografien und Hobbys. Auch Fußballer waren darunter, sogar ein hoch dekorierter Nationalspieler. Der DFB erinnert zum Holocaust-Gedenktag besonders an diese Opfer.

Der Deutsche Fußball-Bund wirft heute einen ganz besonderen Blick auf den NS-Völkermord: Anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages (27.1.) erinnert der Verband bei einer Veranstaltung im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund an Fußballer unter den Nazi-Opfern.

Von Dortmund aus waren vor 75 Jahren waren mehrere hundert Juden und ihre Familien nach Auschwitz deportiert worden, darunter der ehemalige jüdische Nationalspieler Julius Hirsch. Er wurde höchstwahrscheinlich in Auschwitz vergast.

Hirsch hatte 1910 mit dem Karlsruher FV und 1914 mit der Spielvereinigung Fürth die Deutsche Meisterschaft gewonnen und spielte zwischen 1911 und 1913 siebenmal für die Nationalmannschaft. Zu der Gedenkfeier werden unter anderem DFB-Präsident Reinhard Grindel und Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth erwartet.