DGB fordert bessere Arbeitsbedingungen an Hochschulen

dpa/lnw Düsseldorf. Die Arbeitsbedingungen an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen müssen nach Ansicht des DGB dringend verbessert werden. „Die Beschäftigten der Hochschulen in NRW stellen ihren Arbeitgebern ein schlechtes Zeugnis aus“, sagte die stellvertretende Landesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Sabine Graf, am Mittwoch bei der Vorstellung einer Studie. Hohe Arbeitsintensität, große Beschäftigungsunsicherheit, mangelnde Entwicklungsmöglichkeiten und zu geringe Einkommen belasteten die Beschäftigten sehr. Zwar beruhe das Stimmungsbild auf einer Befragung aus dem Herbst. Durch die Corona-Pandemie hätten sich die Probleme aber noch verschärft.

DGB fordert bessere Arbeitsbedingungen an Hochschulen

Das Logo des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild

So fordert der DGB NRW eine Entfristungsoffensive, also das Umwandeln vieler befristeter Arbeitsverhältnisse in unbefristete Stellen. Bei den wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeitern seien vier von fünf nur befristet beschäftigt. Bei den Mitarbeitern in den Bereichen Technik und Verwaltung der Hochschulen sei es jeder fünfte. Gut zwei Drittel der befristet Beschäftigten beider Gruppen machten sich oft oder sehr häufig Sorgen um ihre berufliche Zukunft. Wissenschaftliche Beschäftigte mit einem befristeten Vertrag leisteten durchschnittlich fast doppelt so viele Überstunden wie unbefristet Beschäftigte. Nach DGB-Ansicht ist in vielen Hochschulbereichen mehr Personal nötig.