NRW

DGB: Jeder Vierte in NRW verdient unter 12 Euro pro Stunde

Arbeitsmarkt

Montag, 28. Dezember 2020 - 12:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB NRW) hat sich mit Blick auf das Verdienstniveau in Nordrhein-Westfalen erneut für eine Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro stark gemacht. Davon würden im bevölkerungsreichsten Bundesland viele Erwerbstätige profitieren, teilte der DGB NRW am Montag mit. Laut einer DGB-Auswertung verdient in NRW etwa jeder vierte Beschäftigte (25,7 Prozent) unter 12 Euro in der Stunde. Das trifft besonders Frauen. 31,5 Prozent aller berufstätigen Frauen in NRW arbeiten demnach für einen Stundenlohn unter 12 Euro.

Das Logo des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild

Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar von derzeit 9,35 Euro pro Stunde auf 9,50 Euro. Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (beide SPD) hatten eine Anhebung auf 12 Euro pro Stunde gefordert. Auch die DGB-Landesvorsitzende Anja Weber sagte: „Löhne unter 12 Euro müssen der Vergangenheit angehören, sie sind Armutslöhne und nehmen vielen Beschäftigten im Niedriglohnsektor die Möglichkeit einer ausreichenden Rente im Alter.“ Ein politischer Kurswechsel sei „überfällig“.

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