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Danger Dan hatte bei Anti-Rechts-Song Hilfe in Grammatik

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Sonntag, 25. April 2021 - 10:12 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin/Aachen. Beim Austesten der Grenzen der Kunstfreiheit in einem Song hat der Musiker Danger Dan nach eigenen Worten auf Hilfe zurückgegriffen - bei der Grammatik. „Ich habe den Song nach dem Schreiben meinem Bandkollegen Koljah gezeigt, weil der den Konjunktiv um einiges besser kann als ich“, sagte der 37-Jährige der dpa über seinen Anti-Rechts-Song „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“. „Da musste ich tatsächlich noch mal was korrigieren.“

Musiker Danger Dan von der Antilopen Gang. Foto: Jaro Suffner/check your head/dpa/Handout

Seit der Veröffentlichung Ende März sorgt das Lied für Furore. Darin übt der Aachener scharfe Kritik an den Sicherheitsbehörden und Vertretern des rechten politischen Spektrums - zunächst im Konjunktiv und dann später ohne. Im Refrain heißt es: „Zeigt mich an, und ich öffne einen Sekt, das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt.“ Er habe das Lied auch seiner Anwältin und befreundeten Juristen gezeigt, sagt Danger Dan. Er habe die Erfahrung gemacht, „dass ausgerechnet die Leute, die immer behaupten, man dürfe nichts mehr sagen in diesem Land, auch die ersten sind, die einen dann vor Gericht zerren, wenn man anfängt, sie zu kritisieren“.

Gemeinsam mit Star-Pianist Igor Levit führte der Musiker, der auch Mitglied der Rap-Gruppe Antilopen Gang ist, den Song auch in der TV-Satireshow „ZDF Magazin Royale“ von Jan Böhmermann auf. Levit habe er schon länger kennenlernen wollen. „Ich finde ihn als Pianisten sehr, sehr gut. Er ist ein stabiler Typ, mit dem ich spannende Gespräche geführt habe.“ Das Album „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ mit elf Klavierstücken erscheint am Freitag (30. April).

© dpa-infocom, dpa:210425-99-342899/2

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