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Daum zur Berichterstattung: „Es wird Zensur vorgenommen“

Fußball

Montag, 19. Oktober 2020 - 05:42 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa München. Der frühere Bundesliga-Trainer Christoph Daum sieht die Entwicklung der Fußball-Berichterstattung in der jüngeren Vergangenheit kritisch. „Die Medien haben mich früher direkt selbst angerufen, das ging gleich ungefiltert raus. Heute ist es so, dass alles abgesprochen und Korrektur gelesen wird. Das heißt, es wird da natürlich auch eine Zensur vorgenommen gegenüber den Trainern und Spielern. Das kannten wir früher gar nicht“, sagte der 66-Jährige in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Christoph Daum spricht. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild

Daum hat im Oktober seine Biografie „Immer am Limit“ veröffentlicht, in der er zahlreiche Anekdoten aus seiner bewegten Trainer-Karriere schildert. Der Coach sieht aber auch die Notwendigkeit dieser Veränderungen im Laufe der Zeit: „Wir hatten früher nicht diese wirtschaftliche Bedeutung. Heute musst du mit jeder Aussage dem Sponsor gefallen, nicht nur den Fans. Darüber haben wir uns früher gar keine Gedanken gemacht.“ Das bisher letzte Engagement Daums endete im September 2017 beim rumänischen Nationalteam.

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