NRW

Demonstranten wollen Kardinal Woelki die rote Karte zeigen

Kirche

Donnerstag, 27. Mai 2021 - 05:25 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Düsseldorf. Frauen predigen und homosexuelle Paare werden gesegnet: In der katholischen Kirche rumort es derzeit, besonders im Erzbistum Köln. Jetzt gibt es sogar eine Demo gegen Kardinal Woelki.

Kardinal Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Köln. Foto: Oliver Berg/dpa-Pool/dpa

Empörte Katholiken in Düsseldorf wollen heute (19.45) gegen den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki demonstrieren. Sie wollen rote Plakate hochhalten und ihm so „die rote Karte zeigen“. 125 Teilnehmer sind angemeldet. Der Chef des größten deutschen Bistums kommt zu einem Krisengespräch nach Düsseldorf. Dort haben ihn mehr als 140 Mitglieder der Gemeinde St. Margareta aufgefordert, von einer geplanten Firmung von Jugendlichen am 9. Juni abzusehen. Sie hätten kein Vertrauen mehr in Woelki.

In der Gemeinde sind im Laufe der Zeit zwei Pfarrer tätig gewesen, die des Missbrauchs verdächtigt werden. Einer von ihnen ist schon tot. In beiden Fällen wird Woelki von Kritikern vorgeworfen, zu lange seine schützende Hand über die Priester gehalten zu haben. Ein Gutachten des Strafrechtlers Björn Gercke hatte Woelki im März jedoch von Pflichtverletzungen freigesprochen.

Die Vertrauenskrise im Erzbistum Köln hält aber unvermindert an. Zuletzt war Woelki von Stadt- und Kreisdechanten - örtlichen Entscheidungsträgern der Kirche - aufgefordert worden, „persönliche Konsequenzen“ zu ziehen. Die Krise hat zu einer Welle von Kirchenaustritten geführt, in Köln ist es inzwischen kaum noch möglich, einen Termin zu ergattern.

© dpa-infocom, dpa:210526-99-751955/2

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