Deutsche Telekom legt zu: US-Tochter bleibt Wachstumstreiber

dpa Bonn. Die Deutsche Telekom hat einen guten Jahresauftakt hinter sich. Der Umsatz kletterte im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast ein Drittel (32,3 Prozent) auf 26,4 Milliarden Euro, wie der Bonner Konzern am Mittwoch mitteilte. Das dicke Plus lag an der Übernahme des US-Rivalen Sprint. Rechnet man dessen Umsätze und andere Effekte heraus, lag das Umsatzplus bei 7,1 Prozent.

Der Jahresüberschuss des Konzerns kletterte um 2,2 Prozent auf 936 Millionen Euro. Dass sich der Gewinn schwächer erhöhte als der Umsatz, lag unter anderem an Folgekosten der Sprint-Übernahme. Längerfristig soll die Fusion die Kosten jedoch stark senken.

Auf das verbliebene Jahr blickt die Telekom nun optimistischer als zuvor, die Prognose wurde leicht angehoben. Der Konzern hat weltweit rund 224 000 Mitarbeiter, davon 88 000 in Deutschland - letzteres mit sinkender Tendenz, im Inland reduzierte das Unternehmen binnen eines Jahres die Zahl seiner Mitarbeiter um rund 5000. Während die USA längst Wachstumstreiber für das Nachfolgeunternehmen der Deutschen Bundespost sind, aus der die Telekom 1995 hervorging, erhöhte sich der Umsatz im Heimatmarkt im ersten Quartal nur um 1,9 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro.

Finanzvorstand Christian Illek wertete die Gesamtzahlen positiv. „Wir halten das Tempo und setzen unsere Wachstumsstory fort“, erklärte er. „Kundenzahlen und Finanzkennzahlen bleiben auf Kurs - auf beiden Seiten des Atlantiks.“

Die Deutsche Telekom investiert stark in den Ausbau ihres Festnetz-Internets. Bis Ende 2024 sollen reine Glasfaser-Anschlüsse in 10 Millionen deutschen Haushalten verfügbar sein und damit fast acht Millionen mehr als Anfang dieses Jahres. Dafür stemmt das Unternehmen Milliardeninvestitionen. Im Mobilfunk treibt die Telekom den Ausbau des Netzes für den neuen Übertragungsstandard 5G voran. Auch die Wettbewerber sind an dem Thema dran, aber der Bonner Konzern ist in Sachen 5G-Abdeckung deutlich vorn.

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