NRW

Diabetes breitet sich in fast allen Altersgruppen aus

Gesundheit

Freitag, 3. Januar 2020 - 13:38 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Viel Zucker, viel Fett, viel Salz und wenig Sport - bei diesem Lebensstil können die Blutzuckerwerte schnell aus der Balance geraten und Diabetes begünstigen. Auch in NRW sind die Behandlungszahlen deutlich gestiegen.

Ein Tropfen Insulin hängt an der Nadel einer wiederverwendbaren Spritze, einem sogenannten Pen, für Diabetiker. Foto: Matthias Hiekel/Archivbild

Der Anteil der Diabetes-Kranken ist in Nordrhein-Westfalen innerhalb von zehn Jahren in fast allen Altersgruppen deutlich gestiegen. Am drastischsten zeigt sich der Zuwachs der Fälle zwischen 2008 und 2017 um fast 61 Prozent bei den 40- bis 44-Jährigen.

Das geht aus einer am Freitag in Düsseldorf veröffentlichten Antwort des NRW-Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann (CDU) auf eine Große Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervor. Die oft schleichende Ersterkrankung an Diabetes mellitus Typ 2 zeige sich überwiegend ab dem mittleren Erwachsenenalter, heißt es dort.

Insgesamt ist demnach fast jeder Zehnte in NRW - ebenso wie bundesweit - an Diabetes erkrankt. Lediglich in der Altersgruppe bis vier Jahre konnte ein weiterer Rückgang der ohnehin niedrigen Fallzahlen verbucht werden.

Diabetes, auch Zuckerkrankheit genannt, gehört zu den chronischen Stoffwechselerkrankungen - früher oft tödlich, heute sehr gut behandelbar. Die seltenere Form, Typ 1, ist durch einen Mangel an Insulin gekennzeichnet. Der inzwischen zur Volkskrankheit entwickelte Typ 2 entsteht durch eine mangelhafte Insulinwirkung an den Körperzellen, wodurch nicht genug Zucker aus dem Blut ins Gewebe gelangen kann.


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