NRW

Diekmanns Humperdinck-Schatz soll nach Siegburg kommen

Musik

Freitag, 12. März 2021 - 07:05 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Siegburg. Ein vom ehemaligen „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann zutage geförderter musikalischer Schatz soll bald in Siegburg zu sehen sein. Der 56-Jährige wird am Dienstag (16. März) im örtlichen Stadtmuseum erwartet, wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte - „nicht als Berichterstatter, sonders als Leihgeber eines Exponats“. Diekmann übergebe ein Poesiealbum der früh verstorbenen Schwester des Komponisten Engelbert Humperdinck (1854-1921), der vor 100 Jahren starb und in Siegburg geboren wurde. Die Stadt würdigt ihn 2021 mit einem Kulturprogramm. Humperdinck ist vor allem für „Hänsel und Gretel“ bekannt, eine der meistgespielten Opern der Welt.

Kai Diekmann hält ein Poesiealbum, das der Schwester des Künstlers Humperdinck gehörte. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

In Diekmanns Poesiealbum ist nach Angaben der Stadt das Klavierstück mit dem Titel „Erinnerung“ zu finden, das Humperdinck damals seiner Schwester widmete. Der ehemalige „Bild“-Chefredakteur erwarb das Album bei einer Auktion - ihn und Humperdinck verbinden gewisse Lebenswege. 1906 lebte der Komponist vorübergehend in einem Haus auf Usedom, das nun Diekmann gehört.

Das Stück des damals gerade Siebzehnjährigen gilt als zweitälteste authentisch erhaltene Komposition Humperdincks, da dessen Frühwerk bei einem Brand zerstört wurde. Seine Entdeckung war daher eine kleine Sensation. Christian Ubber, Leiter der Siegburger Engelbert-Humperdinck-Musikwerkstatt, misst der Komposition hohen Wert bei: „Sie zeigt bereits Humperdincks Talent für Einprägsames, Melodisches.“

Das Poesiealbum soll nach der Übergabe in der Ausstellung „Hokuspokus Hexenschuss“ zu sehen sein, die Siegburg vom 21. März bis zum 9. Mai Humperdinck in dessen Geburtshaus widmet. Geplant sind im weiteren Jahresverlauf unter anderem auch eine Aufführung der Oper „Königskinder“ und ein wissenschaftliches Symposium. Siegburg hofft, dass das Programm „nicht allzu stark“ von der Corona-Pandemie beeinträchtigt wird.

© dpa-infocom, dpa:210312-99-789714/2

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