NRW

Ditib will Neustart und stellt „Visionen“ vor

Religion

Mittwoch, 16. Januar 2019 - 02:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Köln. Der umstrittene Islam-Verband Ditib hat einen Neuanfang angekündigt. Nun will die Türkisch-Islamische Union ihre „Visionen“ für die künftige Arbeit vorstellen - und die frisch gewählte Spitze.

Gläubige stehen vor der Zentralmoschee der DITIB. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv

Die Ditib hat nach anhaltender Kritik einen Neustart angekündigt und will heute ihre „Visionen für die kommenden Arbeiten“ präsentieren. Zudem wird in Köln das neue Spitzenpersonal der Türkisch-Islamischen Union vorgestellt. Die größte Islam-Organisation in Deutschland steht seit fast drei Jahren wegen ihrer Nähe zur türkischen Regierung und ihrer Abhängigkeit von der Religionsbehörde Diyanet unter Druck. Bund und Länder verlangen eine Loslösung von der Türkei.

Der Bund hat die Finanzierung von Projekten in Ditib-Trägerschaft eingestellt. Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) betonte mehrfach, der Bundesverband könne kein Partner sein, wenn er hierzulande die Politik von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan vertrete.

Die Ditib will nach eigenen Angaben „einen intensiveren Austausch“ und auch wieder zum Player werden beim Islamischen Religionsunterricht in NRW und in Hessen. Ihre Ankündigung ist bisher auf große Skepsis gestoßen.


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