NRW

Doppelmord-Prozess: Nachbarin und kleinen Jungen erstochen

Prozesse

Donnerstag, 22. Februar 2018 - 02:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Detmold. Er verlangte Sex von seiner Nachbarin. Weil es nicht dazu kam, soll der Angeklagte mit einem Messer zugestochen haben. Erst auf die Frau und dann auch noch auf ihren kleinen Sohn. Jetzt beginnt der Prozess.

Eine Statue der Justitia. Foto: David Ebener/Archiv

Fünf Monate nach der tödlichen Messer-Attacke auf eine junge Mutter und ihren sechsjährigen Sohn in Detmold beginnt am heutigen Donnerstag (9.00 Uhr) der Prozess. Angeklagt ist am Landgericht ein 53-jähriger damaliger Nachbar der Opfer. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Deutschen zweifachen Mord vor. Er soll im September 2017 von der 24-jährigen Frau Sex gefordert haben, nachdem er sich Pornos angeschaut habe. Weil es nicht dazu kam, soll er dann mit einem Messer zugestochen haben. Beim Verstecken der Leiche in dem Mehrfamilienhaus habe der kleine Sohn den Angeklagten überrascht. Um die Tat zu verdecken, habe er auch den Sechsjährigen getötet.

Der mutmaßliche Täter war mit dem Zug nach Hamburg gefahren und wurde dort von der Polizei festgenommen. Er legte ein Geständnis ab. Der Mann saß bereits wegen versuchten Mordes sechs Jahre im Gefängnis. 2004 hatte er eine Nachbarin vergewaltigt und versucht, sie zu töten.


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