NRW

Doppelmord am Bahnhof Iserlohn: Lebenslange Haft

Urteile

Mittwoch, 29. April 2020 - 15:40 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Hagen. Eine Frau und ihr neuer Partner werden grausam erstochen. Der Täter ist der Ehemann. Am Mittwoch ist er verurteilt worden.

Der Eingang des Landgerichts in Hagen. Foto: Marius Becker/dpa

Vor den Augen von Passanten hat der Täter seine Noch-Ehefrau und deren neuen Lebenspartner erstochen: Acht Monate nach der tödlichen Messerattacke am Bahnhof von Iserlohn ist ein 44-jähriger Mann aus Bergisch-Gladbach zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Laut dem am Mittwoch verkündeten Urteil hat der Kosovare seine Frau als sein Eigentum betrachtet. Deshalb hätten die 32-Jährige und deren 23-jähriger Partner sterben müssen. Das Urteil des Hagener Schwurgerichts lautet auf Mord in zwei Fällen.

Die Ehefrau hatte den Angeklagten 2018 verlassen und war nach Iserlohn geflüchtet. Dort hatte sie der 44-Jährige schließlich ausfindig gemacht und ihr am Bahnhof aufgelauert. Er hatte sich im Prozess nicht zu der Tat geäußert. Neben der Verurteilung zu lebenslanger Haft haben die Richter auf die besondere Schuldschwere erkannt. Eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren ist damit rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen.


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