Doppelt so viele Verbraucherinsolvenzen wie vor einem Jahr

dpa/lnw Düsseldorf. In Pandemiezeiten hat sich die Zahl von Verbrauchern verdoppelt, die ihre Schulden nicht mehr bezahlen können. Im März 2021 habe es 2520 Verbraucherinsolvenzen - also Insolvenzen von Arbeitnehmern, Rentnern und Arbeitslosen - an den Amtsgerichten in NRW gegeben, teilte das Landesstatistikamt IT.NRW am Montag in Düsseldorf mit. Das seien fast doppelt so viele gewesen wie ein Jahr zuvor (plus 97 Prozent).

Als Grund hierfür wird eine zum Jahreswechsel in Kraft getretene Regeländerung angegeben, der zufolge Verbraucher nach einer Insolvenz früher von ihren Restschulden befreit werden als zuvor. Das dürfte dazu geführt haben, dass einige Menschen mit ihrem Insolvenzantrag noch gewartet und ihn erst in den ersten Monaten dieses Jahres gestellt haben.

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