Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
NRW

Dortmunder Polizei lässt Dampf ab: „Gaffer! Schämt Euch“

Kriminalität

Freitag, 23. März 2018 - 12:02 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Dortmund. Mit einem erneuten scharfen Appell an Gaffer auf den Autobahnen hat die Dortmunder Polizei ihrem Ärger über die Schaulustigen Luft gemacht und vor den Folgen gewarnt. „Dass die Polizei inzwischen Einsatzkräfte nur für die Ahndung der Schaulustigen am Unfallort stellen muss, ist das traurige Ergebnis dieses unerträglichen Verhaltens“, kritisierte die Polizei am Freitag auch in einem Facebook-Eintrag unter der Überschrift „Gaffer! Schämt Euch“.

Die Polizei filmt nach einem Autobahn-Unfall mögliche Gaffer. Foto: Christoph Reichwein/Archiv

In den vergangenen Tagen seien zwei schwere Lkw-Unfälle auf der A1 „offenbar ein Fest für Gaffer“ gewesen. Bei einem Unfall hätten Beamte der beiden eigens für die Beobachtung von potenziellen Gaffern abgestellten Streifenwagen mehr als 25 Anzeigen aufgenommen. „Kollegen konnten vor Ort die außerordentliche Anzahl der Gaffer nicht bewältigen - die Dunkelziffer liegt um ein Vielfaches höher“, beklagten sich die Dortmunder Polizisten.

Anzeige

NRW will deshalb die Strafen verschärfen, wenn Rettungskräfte behindert oder Unfallopfer gefilmt werden. Das Filmen von Todesopfern soll unter Strafe gestellt werden. Der Bundesrat hatte einen Gesetzesentwurf der Länder NRW, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern angenommen, nun wird er in den Bundestag eingebracht.

Das zurzeit geltende Gesetz sieht Bußgelder zwischen 20 und 1000 Euro vor. Freiheitsstrafen sind dort auch angeführt. Allerdings ist das reine Fotografieren von verunglückten Verstorbenen bislang nicht strafbar.

Ihr Kommentar zum Thema

Dortmunder Polizei lässt Dampf ab: „Gaffer! Schämt Euch“

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha

Anzeige
Anzeige