NRW

Drach habe Raubüberfälle gegenüber Mitgefangenem eingeräumt

Prozesse

Montag, 20. Juni 2022 - 14:36 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Köln. Reemtsma-Entführer Thomas Drach soll einem Mitgefangenen gegenüber drei ihm zur Last gelegte Raubüberfälle auf Geldtransporter eingeräumt haben. Das ging am Montag aus einem Antrag des Verteidigers von Drachs Mitangeklagtem hervor. Mit dem Antrag will der Verteidiger unter anderem erreichen, dass der Mitgenfangene nicht wie vom Gericht beabsichtigt bereits kommenden Montag als Zeuge vernommen wird.

Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Aus der Begründung des Antrags ging hervor, dass der Belastungszeuge und Drach sich als Untersuchungshäftlinge in der Justizvollzugsanstalt im Kölner Stadtteil Ossendorf bei einer Freizeitaktivität kennengelernt und unterhalten haben sollen. In dem Gespräch sollen beide Männer auch Angaben zu ihren kriminellen Erfahrungen gemacht haben. Im weiteren Gespräch soll Drach gegenüber dem Mitinsassen gesagt haben, die gegen ihn aktuell erhobenen Vorwürfe seien „bis auf einen zutreffend“, wie es in dem Antrag hieß.

Drach werden in dem Prozess vor dem Kölner Landgericht vier bewaffnete Raubüberfälle auf Geldtransporter in Köln, Frankfurt am Main und im hessischen Limburg zur Last gelegt. Neben besonders schweren Raubes wirft die Anklage ihm auch versuchten Mord vor, weil Drach auf Geldboten geschossen und schwer verletzt haben soll.

Drach hatte 1996 den Erben eines Hamburger Tabakkonzerns entführt und erst gegen Lösegeld wieder freigelassen. Für die Tat war der heute 62-Jährige zu vierzehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

© dpa-infocom, dpa:220620-99-730989/3

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