Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
NRW

Dritter Experte im Höxter-Mordprozess sagt aus

Kriminalität

Dienstag, 10. Juli 2018 - 06:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lni Paderborn. Zwei Gutachter, zwei Meinungen: Im Mordprozess um die tödlichen Misshandlungen in einem Haus in Ostwestfalen muss die Frage beantwortet werden, ob der Tod einer Frau hätte verhindert werden können. Nun äußert sich ein weiterer Experte.

Angelika W. (2.v.r) sitzt neben Peter Wüller (r) und Alexander Strato (2.v.l). Vorne die Psychiaterin Nahlah Saimeh. Foto: Friso Gentsch

Im Mordprozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter heute ein weiterer medizinischer Gutachter aus. Der Experte der Uniklinik Essen soll darlegen, ob der Tod eines der beiden Opfer von den Angeklagten zu verhindern gewesen wäre, wie es die Staatsanwaltschaft behauptet. Susanne F. war im April 2016 in einem Krankenhaus gestorben.

Anzeige

Über Jahre hinweg sollen Wilfried W. und seine mitangeklagte Ex-Frau Angelika W. mehrere Frauen in ein Haus nach Ostwestfalen gelockt und dort schwer misshandelt haben. Susanne F. und eine weitere Frau aus Niedersachsen starben infolge der Quälereien. Der 48-jährige Wilfried W. und die 49-jährige Angelika W. sind in Paderborn wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt.

Die beiden waren wegen einer Autopanne aufgeflogen: Laut Anklage wollten sie Susanne F. nach einem Sturz auf den Kopf aus Höxter zurück in ihre Wohnung nach Niedersachsen bringen. Weil das Auto liegen blieb, kamen sie nicht in Bad Gandersheim an. Das Duo verständigte Rettungskräfte. Diese brachten die Frau verletzt und unterkühlt ins Krankenhaus.

Um die Bewertung der Todesumstände hat sich ein Gutachterstreit entwickelt. Ein Rechtsmediziner der Uni Göttingen hatte ausgesagt, dass selbst schnelle ärztliche Hilfe das Leben der Frau nicht hätte retten können. Laut einem Experten der Uni Münster hingegen hätte Susanne F. mit großer Wahrscheinlichkeit überleben können - wenn sie früher ins Krankenhaus gekommen wäre.

Ihr Kommentar zum Thema

Dritter Experte im Höxter-Mordprozess sagt aus

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha

Anzeige
Anzeige