NRW

Dürre und Hitze: Bauern fordern Steuererleichterungen

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Montag, 30. Juli 2018 - 09:42 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Bonn/Münster. Die Felder sind knochentrocken, da wächst kein Gras mehr. Für die Bauern bedeutet das vor allem: die Ernte wird richtig schlecht, sie müssen an die Ersparnisse gehen oder auf die Hilfe des Staates hoffen.

Die Blätter von Maispflanzen auf einem Feld sind braun und eingerollt. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Steuererleichterungen und frühzeitige Subventionszahlungen wären nach Ansicht der betroffenen nordrhein-westfälischen Landwirte erste Schritte, um Verluste durch die anhaltende Dürre zu verkraften. Absprachen könnten bereits bei einem für Dienstag angekündigten Bund-Länder-Treffen und einer Bestandsaufnahme der Schäden gemacht werden.

Dem Bauernverband zufolge zeichnen sich schon jetzt in Teilen des Landes große Ernteausfälle ab, weil etwa Getreide und Gras nicht ausreichend wachsen. Auch Tierfutter droht deswegen knapp zu werden. „Wir brauchen sowohl kurzfristige als auch langfristige Lösungen, denn in solchen Extremsituationen fragt man sich natürlich unweigerlich, was die nächsten Jahre an Überraschungen mit sich bringen“, sagte Marilena Kipp, die Sprecherin des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes (RLV), der Deutschen Presse-Agentur vor dem Treffen.

Im Vergleich zu Regionen im Osten Deutschlands seien die Landwirte bei der Getreideernte in NRW im Schnitt aber mit einem blauen Auge davongekommen. „Die Ernte war auch bei uns nicht gut. Aber sie war nicht so flächendeckend katastrophal wie andernorts“, sagte Hans-Heinrich Berghorn vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV).


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