Duisburger wegen Zwangsprostitution vor Gericht

dpa/lnw Düsseldorf. Ein 37-jähriger Duisburger muss sich von diesem heute an in Düsseldorf wegen Zwangsprostitution vor Gericht verantworten. Der Mann soll laut Anklage eine zum Tatzeitpunkt 19-jährige Frau zur Prostitution gezwungen haben.

Duisburger wegen Zwangsprostitution vor Gericht

Eine Statue der Justitia steht neben Aktenbergen. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild

Das Opfer hatte demnach zunächst in Bochum und dann in einem Düsseldorfer Großbordell ihre Dienste als Prostituierte anbieten müssen. Innerhalb von fast zwei Jahren soll sie knapp 80 000 Euro eingenommen und das Geld fast vollständig an den Duisburger abgegeben haben.

Als sie sich im Februar 2019 von ihm trennen wollte, soll er von ihr eine Abstandszahlung von 40 000 Euro verlangt haben. Außerdem soll er der jungen Frau angedroht haben, ihren Eltern von ihrem „Job“ zu erzählen.

Aus Angst soll sich die junge Frau zunächst weiter prostituiert haben. Einige Wochen später habe sie den Duisburger aber angezeigt. Nach Gerichtsangaben soll der 37-jährige Angeklagte nach seiner Festnahme beim Haftrichter einen Teil der Anklagevorwürfe eingeräumt haben. Der Richter ist deswegen als Zeuge geladen.