Duisburgs OB Link zeigt sich genervt von „Layla“-Debatte

dpa/lnw Duisburg. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) hat sich genervt von der Sexismusdebatte um das Partylied „Layla“ gezeigt. Er finde den aktuellen Ballermann-Hit „auch nicht übertrieben gut, aber diese scheinheilige Cancel-Culture-Debatte nervt schon ein wenig“, schrieb er auf seiner Facebook-Seite. „Mal ruhig durchatmen und nicht nur Toleranz predigen, sondern auch mal tolerant sein.“

Duisburgs OB Link zeigt sich genervt von „Layla“-Debatte

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link spricht vor dem Rathaus am Burgplatz. Foto: Christoph Reichwein/dpa/Archivbild

In dem Songtext heißt es unter anderem: „Ich hab' 'nen Puff und meine Puffmama heißt Layla. Sie ist schöner, jünger, geiler (...) Die schöne Layla, die geile Layla. Das Luder Layla, unsre Layla (...).“

Link schrieb, es gebe eine Menge Songs mit potenziell schlimmeren Inhalten. „Wer solch einen engen Maßstab anlegt, dessen Party-Playlist dürfte vermutlich sehr kurz sein“, hieß es in seinem Facebook-Beitrag. „Leute, hier geht es um einen Party-Hit, der keine ernsthaften Inhalte vermitteln will.“

In Würzburg hatte die Stadt als Veranstalterin des Volksfests „Kiliani“ den Festzeltbetreiber gebeten, den Song nicht mehr zu spielen. Würzburg hatte im vergangenen Jahr beschlossen, grundsätzlich rassistische und sexistische Lieder nicht mehr auf städtischen Volksfesten zuzulassen. Auch auf der am Freitag beginnenden Düsseldorfer Kirmes soll das Lied nicht laufen. Das entschied der Ausrichter, der Schützenverein St. Sebastianus. Zuvor hatte die Gleichstellungsstelle der Stadt deswegen bei den Veranstaltern vorgesprochen.

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